Creep steht im Englischen für Widerling, kalter Fluss und – ganz neu – für einen beschissenen Film. Horrorfilmklischees tun mir immer weh, wenn’s aber derart stumpf zugeht wie hier, sollte sich selbst der größte Horrorfan weinend wegdrehen. Zweimal die Riesenmöglichkeit dem kleinen Gollum/Glöckner von Notre Dame/Rattenfänger von Hameln-Verschnitt eine Eisenstange in den Kopf zu treiben während er am Boden liegt und was passiert? Los, schnell weg hier! Solche Szenen gibt es zwar in vielen Horrorfilmen, hier sind sie allerdings durch die Szenerie bedingt noch viel unverständlicher. Der Widerling liegt weinerlich am Boden, neben ihm eine Harpune, viel Platz zum Ausholen etc....und die rennen weg! Da lobe ich mir das The Hills have Eyes Remake, in dem EIGENINITIATIVE groß geschrieben wurde und man mit einer Spitzhacke auf die Mutanten los ging. Dämlicher ist nur noch der Anfang, wenn sich Frank A. Potente auf eine Bank setzt und 'ne kleine Flasche Wodka kippt obwohl sie im Anschluss George Clooney treffen will. Erst 10x in den Spiegel blicken ob das Make-Up okay ist aber dann einen saufen? Sowas fällt nicht mal mehr unter die Kategorie „Mut antrinken“.Schauspielerisch reißt der Film ebenfalls keine Bäume aus. Pluspunkte entstehen einzig und allein durch die U-Bahn-Atmosphäre, die leider nicht konsequent genutzt wird und irgendwann gegen lahme dunkle Gänge, standardmäßig verschmutzte Zimmer etc. ausgetauscht wird. Ein Film zum Ärgern, glücklicherweise nur im Free-TV gesehen. Und bevor ich noch mehr Zeit dafür verschwende, höre ich lieber mit dem (durchaus Spaß machenden) Zerreißen dieses Filmes auf.
2/10